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Jahresberichte des Forums Technologie

Die Arbeit des Forums wird in den Jahresberichten dokumentiert.

Jahresbericht 2020

Neu in den Ausschuss gewählt wurde am 4. Dezember 2020 Prof. Dr. Frank Fischer (LMU München, LSt. für Empirische Pädagogik und Pädago­gische Psychologie).

Sowohl das Symposium „Virtuelle Welten: Visualisie­rung in der Datenver­arbei­tung” am 15. Mai 2020 an der BAdW in München, organisiert von Prof. Dr. Arndt Bode und Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, als auch das begleiten­de Schülerpro­gramm mit thematisch dazu passenden Fachführun­gen am Forschungs­zen­trum Garching und das im Vorfeld des Symposi­ums geplante Informations­ge­spräch für Lehrkräfte mussten aufgrund der Beschränkun­gen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie im April 2020 abgesagt werden. Zu diesem Zeitpunkt war ein Großteil der 100 teilnehmen­den Schülerin­nen und Schüler bereits nominiert. Auch die Planungen für eine im Wesentli­chen auf diese Schüler ausgerich­tete Ersatzveranstal­tung in kleinerem Rahmen Ende Oktober am LRZ in Garching mussten im September fallengelas­sen werden. Das Thema „Virtuelle Welten” soll 2021 erneut aufgegriffen werden. Inwieweit 2021 zumindest ein eingeschränk­tes Schülerprogramm stattfinden kann, hängt von der weiteren Entwicklung der Pandemie ab.

Am 8. Mai und am 20. November fanden Ausschuss­sitzun­gen statt.

Jahresbericht 2019

Neu in den Ausschuss gewählt wurde am 13. November 2019 Prof. Dr. Peter Wasserscheid (FAU Erlangen-Nürnberg, LSt. für Chemische Reaktions­technik, und Direktor des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuer­bare Energien).

Am 5. April 2019 fand das Symposium „Kernspin – Physikali­sche Grundla­gen und Anwendun­gen im Alltag” statt, organisiert von Prof. Dr. Markus Schwoerer und Prof. Dr. Gerhard Abstreiter.

Zu Beginn des Symposiums brachte Prof. Schwoerer (Univ. Bayreuth) den Zuhörern mit ein­fachen, eindrückli­chen Experimen­ten den Drehimpuls eines Körpers nahe und erläuterte davon ausgehend, wie es zur Entdeckung des Kernspins und des damit verbunde­nen magneti­schen Moments von Atomker­nen kam. Die Existenz des Kernspins wurde 1924 erstmals von theoreti­schen Physikern als Hypothese veröffent­licht und in den folgenden Jahrzehn­ten von Experimental­physi­kern bestätigt. im weiteren Verlauf des Symposiums wurden die bedeutends­ten technologi­schen Anwendun­gen dieser Grundlagen­experi­mente und deren Fortentwick­lung auf dem heutigen Stand vorgestellt: die Aufklärung der Strukturen biologisch oder medizinisch bedeuten­der Bio-Makromole­küle mit Hilfe der hochauflösen­den Kernspin­reso­nanz (Prof. Dr. Bernd Reif, TU München, Helmholtz Zentrum München und Bayer. NMR-Zentrum, Garching), die seit 51 Jahren weltweit gültige und extrem genaue Definition der Sekunde mit Cäsium-Atom­uhren (Dr. Ekke­hard Peik, Physikalisch-Technische Bundesan­stalt, Braun­schweig), die Kernspin­tomo­grafie (auch Magnetresonanz­tomo­grafie, MRT) zur visuellen Darstellung medizini­scher Diagno­sen (Prof. Dr. Claus Zimmer, Klinikum rechts der Isar der TU München) und die Entwick­lung von Quanten­senso­ren, die es erlauben, Kernspinreso­nanz an nanoskali­gen Volumina bis hin zu einzelnen Molekülen durchzufüh­ren (Prof. Dr. Jürgen Wrachtrup, Univ. Stuttgart und MPI für Festkörper­­for­schung, Stuttgart). Im Programm­teil „Blickpunkt Kernspin – Junge Wissenschaft­ler berichten aus ihrem Alltag” wandten sich Dr. Anne Schütz (TU München und Bayer. NMR-Zentrum) und Prof. Dr. Kai Müller (TU München und BAdW/Junges Kolleg) speziell an die Oberstufen-Schülerin­nen und -schüler im Publikum. In Kurzbeiträ­gen stellten sie die Arbeit in ihren Nachwuchsfor­schergrup­pen vor und berichte­ten von ihrem Studium und den folgenden wissen­schaft­lichen Stationen.

An dem Schülerpro­gramm des Forums Technologie nahmen neben Stipendiatin­nen und Stipendia­ten von ‚Talent im Land (TiL) Bayern’ erstmals auch Schülerin­nen und Schüler teil, die bei den Regional­wett­bewer­ben von ‚Jugend forscht Bayern’ für ihre Arbeiten mit dem Sonder­preis Technolo­gie der Bayerischen Akademie der Wissenschaf­ten ausgezeich­net wurden. Die insgesamt 120 Jugendli­chen besuchten am 5. April vormittags das Forschungszen­trum Garching. Nach einer Einführung von Prof. Dr. Gerhard Abstreiter zum Begriff „Kernspin” erfuhren sie in kleinen Gruppen zum einen im Bayeri­schen NMR-Zentrum mehr über die Visualisie­rung von NMR-Experimen­ten, über Lösungs- und Festkörper-NMR-Spektrosko­pie, über die rekombinan­te Produktion von Biomolekü­len und wie sich Proteinstruk­turen 3-dimensio­nal darstellen lassen. Zum anderen zeigten ihnen Mitarbeiter am Walter-Schottky-Institut der TUM, wie Halbleiter-Nanostruktu­ren hergestellt und wie Elektronenspin­reso­nanz und magneto­opti­sche Spektrosko­pie angewendet werden. Nach einem Mittagsimbiss nahmen die Schülerin­nen und Schüler an dem Symposium in der Akademie teil. Das Forum Technologie dankt an dieser Stelle nochmals allen an den Führungen beteiligen Wissenschaft­lern am Bayeri­schen NMR-Zentrum und am Walter-Schottky-Institut für ihr großes Engage­ment, mit dem sie ihre komple­xen Forschungs­projek­te den Schülerin­nen und Schülern anschaulich und spannend nahege­bracht haben.

2019 hatten Lehrkräfte naturwissen­schaftli­cher Fächer erstmals die Möglich­keit, im Vorfeld des Symposi­ums mit Mitgliedern der Bayerischen Akademie der Wissenschaf­ten ins Gespräch zu kommen und sich zum Beispiel über aktuelle wissenschaft­liche Entwicklun­gen in Naturwissen­­schaf­ten und Technik und deren mögliche Einbindung in die Lehrpläne zu informie­ren. Eine Fortset­zung des Angebots für 2020 ist geplant.

Am 10. Mai und am 18. Oktober fanden Ausschuss­sitzun­gen statt.

Jahresbericht 2018

Neu in den Ausschuss gewählt wurden am 16. November 2018 Prof. Dr. Rudolf Gross (Walter-Meißner-Institut für Tieftempera­turfor­schung, Garching) und Prof. Dr.-Ing. André Kaup (FAU Erlangen-Nürnberg, LSt. für Multimediakom­munikati­on und Signalver­arbei­tung).

Am 20. April 2018 fand das Symposium „Informations­übertra­gung mit Photonen” statt, organisiert von Prof. Dr.-Ing. Johannes Huber und Prof. Dr. Gerhard Kramer. Das Ziel des Symposiums war es, die Technologie der Informations­übertra­gung mit Photonen zu erläutern und aufzuzei­gen, auf welchen bahnbrechen­den wissenschaftli­chen und technischen Leistungen diese beruht.

Erst die Glasfasertech­nik mit ihren enormen Übertragungs­bandbrei­ten hat das schnelle Internet, wie wir es heute kennen, möglich gemacht. Trotz der sehr hohen Übertragungsra­ten ist jedoch abzusehen, dass der Zuwachs an Transport­kapazitä­ten nicht mit dem rasanten Wachstum bei der Erzeugung und Prozessie­rung von Informatio­nen Schritt halten kann. In seinem Vortrag stellte Dr. Peter Winzer (Bell Labs Nokia, Holmdel, USA) die Grundlagen der Übertra­gung mit Glasfasern und ihre Kapazitäts­grenzen vor und gab Einblicke in neue Forschungs­felder auf diesem Gebiet. Einen Ansatz, wie die bisherige Engstelle bei der Verbin­dung von Satelliten mit dem Internet künftig durch optische Übertra­gung gestaltet werden könnte, erläuter­te Prof. Dr. Christoph Günther (TU München und DLR, Oberpfaffen­hofen). Die optische Freiraumkom­mu­nika­tion übernimmt mit ihren hohen Datenraten dabei eine ähnliche Rolle wie die Glasfaser in den Transport­netzen. In dem Maße, wie die Digitalisie­rung unsere Gesellschaft durchdringt, steigt die Notwendig­keit des sicheren Schutzes der Information. Dr. Christian Müller-Hirschkorn (MPI für die Physik des Lichts, Erlangen) zeigte auf, wie die Spirale aus Verteidi­gung durch bessere Verschlüsse­lung und Angriff durch das unerwünsch­te Knacken des Schlüssels dank der Quantenphy­sik zum ersten Mal unterbro­chen wurde. In seinem Vortrag über „Fluch und Segen moderner Kommunikations­techni­ken aus Sicht der Sozialpsy­cholo­gie” widmete sich Prof. Dr. Dieter Frey (LMU München) unter anderem der Frage, wie die Wissen­schaft dazu beitragen kann, Falschaus­sagen und Falschbilder zu entlarven, die über das Internet verbreitet werden, und eine kritisch-rationale Diskus­sion über Inhalte zu stärken. Im Programm­teil „Blickpunkt Nachrich­ten­technik” stellten Dr.-Ing. Tobias Fehenberger,  M.Sc. Ginni Khanna (beide TU München, LSt. für Nachrichten­technik) und Dr. Beril Inan (Europä­isches Patentamt) in Kurzbeiträ­gen ihre Arbeit vor und erzähl­ten über sich und ihr Studium, was beson­ders bei den vielen Schülerin­nen und Schülern im Publikum auf großes Interes­se stieß.

An dem Schülerpro­gramm des Forums Technologie nahmen 110 Oberstufen­schülerin­nen und -schüler aus Bayern teil, darunter 20 Stipendiatin­nen und Stipendia­ten von TiL Bayern (Talent im Land – Bayern). Bei einem gemeinsa­men Abendessen am 19. April erhielten die Jugendli­chen erste Einblicke in das Thema „Informations­übertra­gung mit Photonen”. Am 20. April besuchten sie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. am Standort Oberpfaffen­hofen, wo Ihnen Prof. Dr. Christoph Günther die aktuellen Forschungs­projek­te an seinem dortigen Institut für Kommuni­kation und Navigation vorstellte. Anschlie­ßend erhielten die Schülerin­nen und Schüler Führungen im Raumfahrt-Kontrollzent­rum, in der Flughalle des DLR und im Galileo-Kontrollzent­rum. Nach einem Mittagsim­biss ging es weiter nach München, wo sie am Symposi­um an der Akademie teilnahmen. Das Forum Technologie dankt an dieser Stelle nochmals allen Mitarbeiterin­nen und Mitarbeitern des DLR, die die Führungen ermöglich­ten.

Am 26. April besuchte der Präsident der Bayeri­schen Akademie der Wissenschaf­ten, Prof. Dr. Thomas O. Höllmann, die Arbeits­stelle des Forums Technologie.

Am 4. Mai und am 19. Oktober fanden Ausschuss­sitzun­gen statt.

Am 22. Juni fand eine Bespre­chung zur Datenschutz-Grundverord­nung im Hinblick auf das Schülerpro­gramm des Forums Technologie mit dem Datenschutz­beauftrag­ten der BAdW statt.

Am 13. Juli stellte der Vorsitzende des Forums Technologie, Prof. Dr.-Ing. Johannes Huber, im Vorfeld der Sektions­sitzun­gen den Mitgliedern der BAdW das Forum Technologie vor.

Jahresbericht 2017

Das Forum Technologie trauert um Prof. Dr. Arnold Picot, der am 9. Juli 2017 verstorben ist. Herr Picot hatte dem Forum bzw. dem Ausschuss des Forums Technologie seit 2012 angehört.

Neu in den Ausschuss gewählt wurden am 10. November 2017 Prof. Dr. Ernst Rank (TU München, Chair for Computation in Engineering) und Prof. Dr. Wolfgang Wall (TU München, Lehrstuhl für Numeri­sche Mechanik).

Am 7. April 2017 fand das Symposium „Energie­wende in voller Fahrt – wer stellt die Weichen?” statt, das in Zusammen­arbeit mit der Forschungs­stelle für Energiewirt­schaft e.V. (FFE e.V.) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner (TU München und FfE) organisiert wurde. Darin beleuchte­ten Experten die Perspekti­ven für eine effizientere Energienut­zung aus verschiede­nen Blickwinkeln und diskutier­ten sie mit den Gästen.

Die bereits erreichten und die künftigen Ziele der Stadtwer­ke München GmbH beim Ausbau und bei der effiziente­ren Nutzung regenerati­ver Energiequel­len stellte Dr. Florian Bieberbach anhand der vier Felder Strom, Elektromobi­lität, Wärme- und Kälteversor­gung vor. Dr.-Ing. Marcus Bollig (BMW AG) sprach über die Energiewen­de aus Sicht eines Automobil­herstel­lers und Mobilitätsan­bieters. Dabei erläuterte er unter anderem das Konzept des „DriveNow Car­sharings”, bei dem die Flotte zu 20 Prozent aus Elektro­autos besteht, sowie die aktuelle Entwick­lung bei den Neuzulassun­gen von E-Autos. Bei der Nutzung regenera­tiver Energiequel­len ist die Frage der Speicher­möglich­keit von großer Bedeu­tung. Prof. Dr. Peter Wasser­scheid (FAU Erlangen-Nürnberg) erklärte anschau­lich, wie z. B. flüssiger Wasser­stoff bei der sogenann­ten LOHC-Technolo­gie (Liquid Organic Hydrogen Carrier) an ein flüssiges Trägermate­rial gebunden wird. „Was geht uns die Energie­wende an?” Dieser Frage widmete sich als besonde­rer Höhepunkt und Abschluss des Symposi­ums Prof. Dr. Harald Lesch (LMU München). Er forderte vor allem die Schülerin­nen und Schüler im Publikum auf, die Energieversor­gung nicht nur im Hinblick auf den Klimawan­del, sondern in ihrer ganzen Komplexi­tät zu sehen. Ergänzend zu den vier Hauptvor­trägen stellten neun junge Mitarbei­terin­nen und Mitarbei­ter aus FFE e.V., der Forschungsgesell­schaft für Energiewirt­schaft mbH und dem Lehrstuhl für Energiewirt­schaft und Anwendungs­technik der TU München ihre aktuellen Arbeiten zu der Frage vor, wie das vorhande­ne Technologie-Portfolio besser umgesetzt werden kann. Die Themen reichten von effizienter Energie­anwe­ndung über Netze und Speicher, Mobilität und Gebäude bis zur Modellie­rung von Energiesys­temen.

Auch 2017 fand ein begleiten­des Schülerpro­gramm statt, zu dem 120 Oberstufen­schülerin­nen und -schüler aus Bayern teilnahmen, darunter 20 Stipendia­tinnen und Stipendia­ten von TiL Bayern (Talent im Land – Bayern). Bei einem gemeinsa­men Abendes­sen am 6. April erhielten die Jugendli­chen erste Informati­onen zur Bayerischen Akademie der Wissenschaf­ten und zum Forum Technolo­gie. Am nächsten Morgen nahmen sie am Forschungs­campus Garching an je zwei Fachführun­gen teil, die die Themen Nutzung von Geother­mie, Kernfusion, Energie­manage­ment im Höchstleis­tungs­rechner SuperMUC, Funktions­weise eines modernen Heizkraft­werks, Fahrzeug­technik sowie angewand­te Energiefor­schung abdeckten. Nach einem Mittagsim­biss nahmen die Schülerin­nen und Schüler am Symposium an der Akademie teil. Das Forum Technolo­gie dankt an dieser Stelle nochmals den beteiligten Einrichtun­gen und allen Mitarbeiterin­nen und Mitarbei­tern, die die Führungen ermöglicht hatten.

Am 27. April 2017 erfolgte die Freischal­tung der neu erstellten Internetsei­ten des Forums Technologie.

Am 20. Mai 2017 war das Forum Technolo­gie mit zwei Postern am Tag der offenen Tür vertreten.

Im Herbst 2017 erarbeite­ten die Mitglieder von Ausschuss und Beirat ein gemeinsa­mes Memoran­dum des Forums Technologie zu den MINT-Fächern am neuen bayeri­schen Gymnasi­um G9.

Hintergrund: Die meisten Mitglieder des Forums Technolo­gie verfügen über langjähri­ge Erfahrun­gen als Hochschulleh­rer in Naturwissen­schaften und Technik. Sie mussten in ihren Lehrveranstal­tungen und Prüfungen in den letzten Jahren feststellen, dass das derzeitige G8 bei den Studienanfän­gern zu schmerzli­chen Kompetenzein­bußen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissen­schaften, Technik) geführt hat. Die Einstiegshür­den in universi­täre Studiengän­ge der MINT-Fächer sind dadurch ziemlich hoch geworden; etliche Universitä­ten bieten inzwischen vorbereiten­de Kurse an, um den Studien­anfän­gern den Einstieg in das Studium überhaupt erst zu ermögli­chen. Insbeson­dere im Fach Physik wird eine mehr wissenschaft­liche Gestaltung des Physikunter­richts in Mittel- und Orientierungs­stufe, so wie dies bis zur Einfüh­rung des G8 der Fall gewesen war, schmerz­lich vermisst. Zusammen­fas­send schlagen die Mitglieder des Forums Technolo­gie daher für die Stundenta­fel bzw. den Lehrplan des neuen G9, das an bayeri­schen Schulen ab Septem­ber 2018 wieder eingeführt werden wird, Folgendes vor:

  • Durchgängig 4-stündiger Mathematik­unter­richt in den Jahrgangs­stufen 5. bis 11.
  • Deutliche Stärkung der Naturwissen­schaften in der Jahrgangs­stufe 11 bei allen Gymnasial­typen, um bessere Voraussetzun­gen für eine Vertie­fung im MINT-Bereich in den Jahrgangs­stufen 12 und 13 zu schaffen.
  • Vermittlung des Fachs Physik in der Mittelstufe als Naturwissen­schaft mit altersgerech­ter, aber dennoch hinreichen­der mathemati­scher Beschrei­bung physikali­scher Phänomene.
  • Effizientere Nutzung von Synergieeffek­ten zwischen Mathema­tik und den Naturwissen­schaften einerseits und unter den Naturwissen­schaften anderer­seits durch Synchroni­sierung von Lehrplä­nen bzgl. korrespon­dieren­der Inhalte.

Das Memorandum wurde vom Präsidenten der BAdW Mitte November dem Bayeri­schen Staatsminis­ter für Kultus, Wissen­schaft und Kunst, Herrn Dr. Spaenle, übermittelt. Ein detaillier­tes Antwort­schrei­ben des Staatsminis­ters kam am 12. Dezember zurück.

Am 12. Mai und am 7. Juli 2017 fanden Ausschuss­sitzun­gen statt, am 10. November 2017 eine gemein­same Sitzung von Ausschuss und Beirat.

Veröffentlichungen:

Deigele C.: Energiewende in voller Fahrt – wer stellt die Weichen? Akademie Aktuell 4/2017, 52-54.

Jahresbericht 2016

Am 23. März 2016 fand die konstituie­rende Sitzung des Beirats des Forums Technolo­gie statt, auf der Prof. Dr. Karl-Heinz Hoffmann als Vorsitzen­der und Dr. Reinhard Kammer­mayer als stellvertre­tender Vorsitzen­der des Beirats zur Wahl durch die Sektion III der BAdW empfoh­len wurde. Weitere Mitglieder des Beirats sind Prof. Dr. Ulrich L. Rohde und Prof. Dr. Armin Schnettler.
Die Wahl erfolgte auf der Sitzung der Sektion III am 13. Mai 2016, ebenso (auch auf Vorschlag des Beirats) die Wahl der künftigen Mitglieder des Ausschus­ses Forum Technolo­gie, dessen Vorsitzen­den, Prof. Dr. Johannes Huber, und seines Stellvertre­ters, Prof. Dr. Christoph Zenger.

Nicht mehr wiederge­wählt wurde Prof. Dr. Franz Mayinger, der im Vorfeld um Entlassung aus der Kommis­sion gebeten hatte. Herr Mayinger hatte 2003 zu den Gründungsmit­gliedern der Kommis­sion BAdW Forum Technolo­gie gehört.

Neu in den Ausschuss gewählt wurden Prof. Dr. Gerhard Kramer und, gemäß Satzung, die wissen­schaftli­che Mitarbeite­rin des Forums, Dr. Claudia Deigele.

Am 22. April 2016 fand das Symposi­um „Forschung mit Satelliten” statt. Organi­siert wurde es von Prof. Dr. Reinhard Rummel (Mitglied des Ausschus­ses).

In sechs Vorträgen wurden aktuelle Anwendungs­beispiele, von der Erforschung der Erde bis zum Blick in das Universum, vorgestellt und mit den rund 320 Gästen diskutiert. So zeigte Prof. Dr. Richard Bamler (DLR und TU München), mit welch hoher Genauig­keit Bodensen­kungen (z.B. durch Grundwasser­entnah­men oder unterirdi­sche Baumaßnah­men) und Deformati­onen an Gebäuden und Brücken mittels Radar vom Weltraum aus vermes­sen werden können. Prof. Dr. Christoph Günther (DLR und TU München) sprach über die Satellitenkom­munika­tion mit infrarotem Licht, die ganz neue Möglichkei­ten im Hinblick auf Übertragungs­raten und Übertragungs­sicher­heit schafft. Eine Alternati­ve zu herkömmli­chen Satelliten präsentier­te Prof. Dr. Klaus Schilling (Universi­tät Würzburg) mit den an seinem Lehrstuhl entwickel­ten Kleinst-Satelliten, die bereits erfolgreich im Orbit getestet worden sind und in Multi-Satellitensys­temen z.B. für die Erdbeobach­tung und Telekommuni­kation eingesetzt werden könnten. Die Geschichte und den aktuellen Stand des europäi­schen Satellitennavi­gationssys­tems Galileo stellte Prof. Dr. Günter W. Hein (Universi­tät der Bundeswehr München) vor, ebenso mögliche wissenschaft­liche Anwendun­gen, die – neben Positions­bestim­mung und Navigation – u.a. auf der Bestim­mung und Überwa­chung tektoni­scher Plattenbewe­gungen, der Bestim­mung des Erdschwere­feldes, der Überwa­chung des Meeresspie­gelan­stiegs und der Verbesse­rung der Wettervor­hersage liegen. Zwei Vorträge widmeten sich dem Blick in den Weltraum. Prof. Dr. Roland Pail (TU München) erklärte u.a., wie mit Satellitenmis­sionen die Oberflä­che von Planeten unseres Sonnensys­tems kartiert und die Zusammenset­zung ihrer Atmosphäre bestimmt werden. Mit spektakulä­ren Bildern von Telesko­pen, die sich auf Satelliten befinden, stellte Prof. Dr. Reinhard Genzel (MPI für extrater­restri­sche Physik) die Ergebnisse vor, die die Weltraum­astrono­mie in verschiedenen Wellenlängen­bereichen über das Universum und seine Entwick­lung erbracht hat, von der Kosmolo­gie, über Schwarze Löcher bis hin zu extrasola­ren Planeten.

An dem begleitenden Schülerpro­gramm nahmen, neben 100 Oberstufen­schülerin­nen und -schülern aus bayeri­schen Gymnasien, wieder 20 Schülerin­nen und Schüler aus dem Förderpro­gramm „Talent im Land (TiL) – Bayern” des Bayeri­schen Kultusministe­riums und der Robert-Bosch-Stiftung teil. Schon bei dem gemeinsa­men Abendes­sen am Vorabend erhielten die Jugendli­chen und jungen Erwachse­nen Informatio­nen aus erster Hand. Prof. Dr. Reinhard Rummel stellte den Satelliten GOCE vor, an dessen erfolgrei­cher Mission er von der Planung bis zur Auswer­tung der Daten, die noch lange nicht abgeschlos­sen ist, beteiligt war. Am nächsten Tag besuchten sie am Vormittag das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Ober­pfaffen­hofen e.V.. Nach einem Einführungs­vortrag (Überblick über die Themen im DLR und die Arbeit der DLR_School_Labs) besichtig­ten die Schülerin­nen und Schüler das Deutsche Raumfahrt­kontroll­zentrum und das Galileo Kontroll­zentrum (je eine Gruppe). Anschlie­ßend stand für die eine Gruppe ein Besuch im Earth Observa­tion Center (Fernerkun­dung aus dem Weltall mit Satelliten) auf dem Programm, für die andere Gruppe ein Besuch in dem DLR-Flugbetrieb (Forschungs­flugzeu­ge und Flugexperi­mente). Nach einem Mittagsim­biss erfolgte die Fahrt nach München zu dem Symposi­um an der BAdW.

Am 10. Juni und am 21. Oktober 2016 fanden Ausschuss­sitzun­gen statt.

Veröffentlichungen:

Deigele C.: Forschung mit Satelliten. Akademie Aktuell, 04/2016, 23-25.

Jahresbericht 2015

Die Kommission trauert um ihre langjähri­gen Mitglieder Prof. Dr. Friedrich L. Bauer († 26. März 2015) und Prof. Dr. Heinrich Nöth († 26. Juni 2015). Beide hatten 2003 wesent­lich zur Gründung des heutigen Forums Technolo­gie beigetragen.

Am 20. Februar 2015 wurde Prof. Dr. Johannes Huber (Univ. Erlangen-Nürnberg) zum neuen Vorsitzen­den der Kommis­sion gewählt. Er löst Prof. Dr. Joachim Hagenauer ab, der die Kommis­sion 10 Jahre lang sehr erfolgreich geleitet hatte.

Am 17. April 2015 fand das Symposi­um „Von Alzhei­mer bis Spinnen­seide: Proteinfal­tung im Blick der Forschung” statt. Organisiert wurde es von den Akademie­mitglie­dern Prof. Dr. Horst Kessler (Institute for Advanced Study, TUM) und Prof. Dr. Johannes Buchner (Lehrstuhl für Biotechno­logie, TUM).

Vor rund 300 Zuhörern erläuterte Herr Buchner anhand von Proteinen der Augen­linse, wie in Zellen Schäden durch fehlgefal­tete und infolgedes­sen aggregierte Proteine verhindert werden. Herr Kessler gab faszinie­rende Einblicke in die Welt der Web­spinnen und erklärte, wie diese Spinnen­seiden­proteine in großen Mengen ohne zu verklumpen speichern und in Sekunden­bruchtei­len zur Verfügung stellen können. Anschlie­ßend sprachen Prof. Dr. Walter Neupert (MPI für Biochemie) über die biochemi­schen Mechanis­men, die in der Zelle eine korrekte Faltung von Proteinen gewährleis­ten, und Prof. Dr. Matthias Rief (Lehrstuhl für Biophysik, TUM) über moderne Methoden aus der Nano-Biotechno­logie, wie z.B. Optische Pinzetten oder Kraftmikros­kope, die es erlauben, einzelne Moleküle an gezielten Stellen anzufas­sen und sie dann mechanisch zu manipulie­ren. Damit lässt sich der Faltungspro­zess der Proteine quasi in Echtzeit beobach­ten. Zwei Vorträge befass­ten sich mit dem Zusammen­hang zwischen Krankhei­ten und der Proteinfal­tung. Prof. Dr. Christian Haass (Lehrstuhl für Stoffwech­selbioche­mie, LMU München, und Dt. Zentrum für Neurodege­nerative Erkrankun­gen e.V.) sprach über die Alzheimer-Krankheit, die durch Plaques von fehlgefal­teten Proteinen gekenn­zeich­net ist, und Dr. Siegfried Ussar (Institut für Diabetes und Adipositas, Helmholtz Zentrum München) über Typ 2 Diabetes, an dessen Entste­hung ebenfalls eine Proteinfehl­faltung beteiligt ist.

An dem begleiten­den Schülerpro­gramm nahmen, neben 120 Oberstufen­schülerin­nen und -schülern aus bayeri­schen Gymnasi­en, erstmals auch 20 Schülerin­nen und Schüler aus dem Förderpro­gramm „Talent im Land (TiL) – Bayern” des Bayeri­schen Kultusminis­teriums und der Robert-Bosch-Stiftung teil. Zum Kennenler­nen trafen sich die Jugendli­chen am Vorabend zu einem gemeinsa­men Abendes­sen. Am nächsten Morgen erhielten sie im Institute for Advanced Study (TUM, Forschungs­zentrum Garching) zunächst eine Einfüh­rung über Proteine und deren Strukturen sowie über die wichtigs­ten Methoden zu ihrer Erforschung. Im Rahmen verschiede­ner Führungen (Atomic Force Micro­scopy (AFM), Protein­kristallo­grafie, Elektronen­mikrosko­pie, kernmagne­tische Resonanz-Spektros­kopie (NMR), Moleküldyna­mik-Simulatio­nen und biochemi­sche Methoden) konnten die Schülerin­nen und Schüler dann Einblick in je zwei aktuelle Forschungs­projekte gewinnen.

Neben der Heranfüh­rung von Schülerin­nen und Schülern an natur- und technikwis­senschaft­liche Studien­gänge möchte das BAdW Forum Technolo­gie mit seinen Veranstal­tungen Lehrkräf­ten aktuelle Forschungs­ergebnis­se vorstellen. So waren auf Vermitt­lung des Bayeri­schen Kultusminis­teriums und des Netzwerks MINT­macher (Initiative Regional­manage­ment Region Ingolstadt e.V.; IRMA) am Nachmit­tag rund 30 Lehrkräf­te von elf Gymnasien aus den Landkrei­sen Eichstätt, Neuburg-Schroben­hausen und Pfaffen­hofen sowie aus Ingol­stadt, die sich beson­ders aktiv für die MINT-Bildung einsetzen, unter den Gästen des Symposi­ums. Am Vormittag hatten die Lehrkräf­te das Leibniz-Rechenzent­rum der BAdW besichtigt und dabei Führun­gen im Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisie­rung (V2C) und durch den Gebäude­trakt des Höchstleis­tungsrech­ners SuperMUC erhalten.

Der Dank der Kommis­sion gilt allen, die an den Führun­gen für die Schülerin­nen und Schüler und für die Lehrkräfte sowie an dem Symposi­um beteiligt waren.

Am 20. Februar, 8. Mai und 23. Oktober 2015 fanden Kommissi­onssitzun­gen statt.

Veröffentlichungen:

Deigele C., Bechtold M.: Proteinfal­tung im Blick der Forschung. Akademie Aktuell, 03/2015, 90-91.

Jahresbericht 2014

Die Kommission trauert um ihr ehemaliges Mitglied Prof. Dr. Wilfried Brauer († 25. Februar 2014). Herr Brauer hatte die Kommis­sion 2003 mitbegrün­det und ihr bis 2011 angehört.

Im Mai 2014 veranstaltete die Kommis­sion das Symposi­um „Wie viel Patent­schutz braucht die Gesell­schaft?”. Organisiert wurde es von Prof. Dr. Josef Drexl (MPI für Innova­tion und Wettbe­werb) und Prof. Dr. Arnold Picot (Universi­tät München, Betriebs­wirtschafts­lehre).

Gerade für den Wirtschafts­standort Deutschland haben technolo­gische Erfindun­gen und Weiterent­wicklun­gen, aber auch die Verbindung von Technik, Wirtschaft und Kultur eine herausra­gende Bedeu­tung. Dem wichtigen Schutz einer Erfindung in Form von Patenten stehen jedoch in neuerer Zeit negative Entwick­lungen gegen­über, nach denen z.B. Patentanmel­dungen bewusst mit einer extrem hohen Zahl von Ansprü­chen einge­reicht werden. Neben dieser Frage – Patente: Fluch oder Segen für den Innovati­onsstand­ort Deutsch­land? (Prof. Dr. Dietmar Harhoff, MPI für Innova­tion und Wettbe­werb) – befass­ten sich die angebo­tenen Vorträge mit der Geschichte des Patentwe­sens und mit Erfindun­gen wie dem Automobil und dem Telefon, deren Bedeu­tung (auch sozialer Art) zur damali­gen Zeit noch gar nicht abzuschät­zen war (Prof. Dr. Ulrich Wengen­roth, TU München). In Bezug auf neuere Entwicklun­gen wurde einerseits das mp3-Format als „deutsche Erfolgsge­schichte mit Patenten” vorgestellt (Dr.-Ing. Bernhard Grill, Fraun­hofer IIS) und anderer­seits der Frage nachgegan­gen, ob das Patent­recht angesichts von Patentkrie­gen um Mobiltele­fone tatsäch­lich noch seinem ursprüngli­chen Zweck der Innova­tionsför­derung dient (Prof. Dr. Josef Drexl). Ein weiterer wichti­ger Vortag widmete sich Patenten in den Biowissen­schaften (Frau Cornelia Rudloff-Schäffer, Deutsches Marken- und Patentamt). Abgerun­det wurde das Symposi­um mit einer Abschluss­diskussion, an der zusätz­lich Prof. Dr. Peter Dabrock (Deutscher Ethikrat) und Dr. Bernd Hutter (MorphoSys AG) teilnahmen.
Letztlich waren sich die Beteilig­ten am Ende einig, dass die Frage nicht so sehr „wie viel”, sondern eher „welche Form und Qualität von Patent­schutz braucht die Gesell­schaft?” lautet.

Begleitet wurde das Symposi­um auch in diesem Jahr von einem Schülerpro­gramm unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Huber (Universität Erlangen-Nürnberg) und seiner Mitarbei­terin Maja Bechtold. 120 Oberstufen­schülerin­nen und -schüler aus bayeri­schen Gymna­sien wurden dazu nach München eingela­den. Am Donnerstag­abend fand ein gemeinsa­mes Abendes­sen zum gegenseiti­gen Kennenler­nen statt, bei dem die Schülerin­nen und Schüler erste Informati­onen über die Bayerische Akademie und eine Einfüh­rung in das Thema „Patente und Patent­schutz” erhielten. Am Freitag wurden den Schülerin­nen und Schülern am Vormittag Fachführun­gen im Deutschen Patent- und Marken­amt, bei BMW und im Deutschen Museum angebo­ten. Nach einem Mittagsim­biss erfolgten die Rückfahrt zur BAdW und die Teilnah­me an dem Symposi­um. Finanziert wurde das Schülerpro­gramm dankens­werter­weise aus den Mitteln der BAdW und aus Spenden­geldern zur Förderung des wissenschaft­lichen Nachwuch­ses.

Am 7. Februar, 11. Juli und 12. Dezember 2014 fanden Kommissions­sitzun­gen statt.

Veröffentlichungen:

Deigele C.: Wie viel Patentschutz braucht die Gesellschaft? Akademie Aktuell 4/2014, 82-83.

Jahresbericht 2013

Die Kommission hatte mit dem Tod von Prof. Dr. Adolf Lohmann († 15. Dezem­ber 2013) einen schmerz­lichen Verlust zu beklagen. Herr Lohmann war seit der Gründung der Kommis­sion im Jahr 2003 ihr Mitglied gewesen.

Am 19. April 2013 setzte die Kommis­sion ihre Vortrags­reihe mit dem Symposi­um „Think big: Groß­geräte in der Physik” fort. Organisiert wurde die Tagung von Prof. Dr. Andrzej Buras (Institute for Advanced Study und Physik-Depart­ment der TU München) unter Mitwir­kung von Prof. Dr. Stephan Paul (Physik-Depart­ment der TU München).

Nach einer Begrü­ßung durch den Präsidenten gab Herr Paul einen Überblick über die wissen­schaft­lichen Fragestellun­gen, die sich vom Urknall bis zur heutigen Zeit ergeben, und zeigte, wie moderne Forschungs­einrichtun­gen mithilfe von Großgeräten helfen, Antwor­ten auf diese Fragen zu liefern. Im Anschluss stellte Prof. Dr. Bruno Leibundgut (Garching) die Arbeiten an den Telesko­pen der Europä­ischen Südstern­warte (ESO) vor und Prof. Dr. Winfried Petry (Garching) eine Auswahl der laufenden Projekte an der Forschungs­neutronen­quelle Heinz Maier-Leibniz (FRM II) der TU München. Prof. Dr. Sibylle Günter (Garching) erläuterte der Stand der Kernfusions­forschung am Max-Planck-Institut für Plasma­physik Garching/Greifs­wald, Dr. Jennifer Girrbach (Institute for Advanced Study der TU München, Garching) die physika­lischen Grundla­gen für die Arbeiten am Large Hadron Collider (LHC) am CERN und Dr. Peter Jenni (Genf) die Suche nach dem Higgs-Boson bei der European Organi­zation for Nuclear Research (CERN). Die Folien zu den Vorträ­gen sind auf den Internet­seiten des Forums Technolo­gie eingestellt.

Wie schon in den letzten Jahren wurde das Symposi­um von einem Schülerpro­gramm unter der Organisa­tion von Prof. Dr. Johannes Huber (Univ. Erlangen-Nürnberg) begleitet. Die Auswahl und Koordina­tion der angebote­nen Führungen übernahm Prof. Dr. Gerhard Abstreiter (Institute for Advanced Study der TU München). Dank einer großzügi­gen Spende an die BAdW konnten insgesamt 85 ausge­wählte Oberstufen­schülerin­nen und -schüler aus bayeri­schen Gymnasien nach München eingela­den werden. Am 18. April fand ein gemeinsa­mes Abendes­sen im Hofbräu­haus München statt, bei dem die Jugendli­chen Informati­onen über die Akademie und die Arbeit der Kommis­sion erhielten. Am 20. April wurden den Schülerin­nen und Schülern am Forschungs­standort Garching Führun­gen durch das Max-Planck-Institut für Plasma­physik, die Forschungs­neutronen­quelle Heinz Maier-Leibniz der TU München und den Hochleis­tungsrech­­nertrakt SuperMUC am Leibniz-Rechen­zentrum der BAdW angebo­ten. Nach einem Imbiss erfolgten die Rückfahrt nach München und die Teilnahme am Symposi­um, am Abend die Rückreise der Schülerin­nen und Schüler.

2013 feierte die Kommission ihr 10-jähriges Bestehen. Im Juni 2003 hatte die Gründung des „Ständigen Ausschus­ses für Ingenieur- und Angewand­te Naturwis­senschaf­ten” (Kommis­sion BAdW Forum Technolo­gie) stattgefun­den. Sein erster Vorsitzen­der war Prof. Dr. Horst Lippmann (TU München).

Veröffentlichungen:

Deigele C.: Think big: Großgeräte in der Physik. Akademie Aktuell, 02/2013, S. 5.

 

Jahresbericht 2012

Zu neuen Mitgliedern der Kommis­sion wurden 2012 Prof. Dr. Arnold Picot (Betriebs­wirt­schafts­lehre, Universi­tät München) und Prof. Dr. Josef Drexl (MPI für Innova­tion und Wettbe­werb) gewählt.

Am 11. Mai 2012 setzte die Kommis­sion ihre Vortrags­reihe mit dem Symposi­um „Sicher­heit und Vertrau­en im Internet” fort. Organi­siert wurde die Tagung von Prof. Dr. Claudia Eckert (TU München und AISEC, Fraun­hofer-Einrichtung für Ange­wandte und Integrierte Sicherheit) und Prof. Dr. Arndt Bode (LRZ, Garching).

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Gottfried Sachs (in Vertre­tung des Präsiden­ten) und einem Einführungs­vortrag von Herrn Bode stellte Frau Eckert aktuelle Forschungs­arbeiten zur Verbes­serung der Sicher­heit im Bereich der Informati­ons- und Kommuni­kationstech­nologie (IKT) vor. Die IKT gilt als Schlüssel­technolo­gie für globale Herausfor­derungen und ist daher in Bezug auf Sicher­heitsfra­gen von besonde­rer Bedeu­tung. Es foltgen Vorträge von Dr. Wieland Holfelder (Google Germany GmbH) über Vertrau­en im Internet durch Transpa­renz und Wahlmög­lichkei­ten und von Prof. Dr. Johannes Buch­mann (TU Darmstadt), der der Frage nachging, ob bzw. wie Internet­dienste nicht mehr benötig­te oder erwünsch­te Daten auch wieder „verges­sen” können. Weiter sprach Prof. Dr. Oliver Lepsius (Universität Bayreuth) über Persönlich­keitsrech­te und Daten­schutz im Internet: Welche Gefah­ren verur­sacht das Internet für die Persönlich­keitsrech­te, wie geht die Rechts­ordnung damit um und welchen Rechts­schutz bietet sie? Abgerun­det wurde die Tagung mit einer Podiumsdis­kussion zum Thema „IT-Sicherheit: Herausfor­derun­gen für Wissen­schaft und Gesell­schaft”. Aufgezeich­net wurde die Veranstal­tung, an der etwa 300 Gäste teilgenom­men hatten, vom Sender BR-alpha, die Ausstrah­lung einiger Vorträge erfolgte über den Sender DRadio Wissen.

Wie schon in den letzten Jahren wurde das Symposi­um von einem Schülerpro­gramm unter der Organisa­tion von Prof. Dr. Johannes Huber (Universi­tät Erlangen-Nürnberg) begleitet. Nach einem zweistu­figen Auswahl­verfah­ren wurden 126 Oberstufen­schülerin­nen und -schüler aus bayeri­schen Gymna­sien nach München eingela­den. Am 10. Mai fand ein gemein­sames Abend­es­sen im Hofbräu­haus München zum Kennen­lernen und zur Informa­tion über die BAdW und die Arbeit der Kommis­sion statt. Am 11. Mai besuch­ten die Schülerin­nen und Schüler das LRZ (u.a. Führun­gen durch den Hochleis­tungs­rechner­trakt), wobei ein Schwer­punkt auf der Vorstellung verschie­dener Berufsbilder im LRZ lag. Nach einem Imbiss erfolgte die Rückfahrt nach München und die Teilnah­me an dem Symposi­um, am Abend die Rück­reise der Schülerin­nen und Schüler.

Am 4. Mai und am 19. Oktober 2012 fanden Kom­missions­sitzungen statt.